klaus-dieter trompke

den stoff sieht jedermann vor sich,

den gehalt findet nur der, der etwas dazu zu tun hat, und

die  form ist ein geheimnis den meisten. (v. goehte)

es gibt sie noch, die entdecker in unbekannte neue welten, zu fernen ufern . nicht eingetretene pfade stillen seine neugier, vielmehr der blick hinter, gar in die formerscheinung macht ihn so rastlos neues zu gestalten . pliages, – großformatige farbige faltungen sind dabei zugleich weg und ergebnis seiner entdeckungen . seine reduktion auf geometrischen formen in den grundfarben und im kontext mit grau, schwarz und weiß ist faltendes gestalten, keineswegs abstrakte arroganz . der künstler bezieht gleichermaßen flächen und den sich bildenden körper eines polyeders in die kombinationsmöglichkeiten kongruenter und ähnlicher formen zu einer gemeinsamen form mit ein . das sichtbare ist stets nur eine der möglichen zustandsentscheidungen . nichts ist geschönt . spitze, sperrige gegen, mit und in ausgewogene flächen werden dabei in einer bezwingenden klarheit zu neuer, eben auch plastischer gestalt . kutschera dringt in den charakter des werkstoffs ein, ganz dem anspruch einer „subtilen behandlung“ folgend . ebenen – räume – körper entstehen . des künstlers formverständnis und verhältnis von harmonie und widerspruch deuten und drängen geradezu in die jetztwelt . er ist kein missionar – nimmt keinerlei rücksicht auf „wohlgefallen“ .